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Ölwehrübung Lübeck 20.05.2017 21.05.2017 - 15:01

Der gestrige Samstag war ein sehr ereignisreicher Tag für die Feuerwehr Wendtorf. Zuerst fuhren wir wie berichtet zur Ölwehrübung nach Lübeck, gegen späten Vormittag lenkte ein realer Einsatz die Aufmerksamkeit auf sich und am Nachmittag stand die Hochzeit eines Kameraden an.

Der gestrige Samstag war ein sehr ereignisreicher Tag für die Feuerwehr Wendtorf. Zuerst fuhren wir wie berichtet zur Ölwehrübung nach Lübeck, gegen späten Vormittag lenkte ein realer Einsatz die Aufmerksamkeit auf sich und am Nachmittag stand die Hochzeit eines Kameraden an.

Los ging es morgens früh um 5:45 Uhr, als wir uns im Feuerwehrwehrhaus trafen und abfahrbereit machten. Unser Transportanhänger wurde schon am Freitag mit zusätzlichen Ölsperren beladen und auch das Mehrzweckboot schon aus dem Wasser geholt. So mussten wir nur noch unseren Ölwehr-Anhänger abholen. Der MTW zog den Transportanhänger, der LF 8/6 das Mehrzweckboot und unser LF16 TS den Ölwehr-Anhänger. Alle Fahrzeuge und Anhänger der Feuerwehr Wendtorf waren also eingebunden in die Übung und ab 6 Uhr auf dem Weg nach Lübeck. Dort trafen wir gegen 7:30 auf dem Gelände des Skandinavienkais ein und sammelten uns mit den Ölwehreinheiten des THW und der Feuerwehren. Zuerst gab es ein kleines Frühstück und dann eine Lageeinweisung. 
Es wurde angenommen, dass ein LKW mit Tankanhänger in das Hafenbecken gefallen ist und der Tank Leck geschlagen hat. Dadurch trat Schweröl aus, welches sich im Hafen verteilte. Als Sofortmaßname wurde das Hafenbecken abgesperrt mit Ölsperren. Das restliche Öl wurde dann mit je zwei Booten und angehängten Ölsperren in U-Formation eingefangen und wieder in das Hafenbecken geschleppt. Dies erledigten wir mit unserem Boot "Haffheister" zusammen mit der Freiwillige Feuerwehr Heiligenhafen mit deren Boot "Graswarder". Dort war es die Aufgabe des Technischen Hilfswerkes, das Öl mithilfe verschiedener Methoden aufzunehmen. Außerdem reinigten sie mithilfe von Hochdruckreinigern die Spundwände und das eingesetzte Gerät. 
Nachdem die Lage gegen 12 Uhr abgearbeitet war, die Geräte wieder verladen und die Boote aus dem Wasser gehoben waren, gab es eine Übungsnachbesprechung. Hier teilte der Verantwortliche des LKN (Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein) den Beteiligten sein positives Feedback mit und nahm Hinweise und Anregungen zur Kenntnis. Anschließend gab es noch ein stärkendes Mittagessen und wir machten uns auf den Weg Richtung Wendtorf. 
Die Fahrzeuge wurden voll getankt und am Gerätehaus wurde die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.

Wie bereits geschrieben, waren alle unsere Fahrzeuge und ein Großteil der Kameraden in die Übung in Lübeck eingebunden. Daher haben wir uns bei der Abfahrt bei der Leitstelle Mitte abgemeldet und die Feuerwehr Stein als "Vertreter" benannt. Keiner von uns dachte sich zu dem Zeitpunkt, dass es dazu kommen würde.
Leider trat dieser Fall aber gegen 10:30 ein, als wir bereits in Lübeck waren. 
Auf der Marina Wendtorf fing vermutlich ein Deckenlüfter im Badezimmer eines neugebauten Appartments im 3. Obergeschoss Feuer und schnell stand die Wohnung im Vollbrand. Die Kameraden der Feuerwehr Stein und Feuerwehr Laboe waren schnell vor Ort und alarmierten im Laufe des Einsatzes die Feuerwehr Schönberg mit einer zweiten Drehleiter und die Freiwillige Feuerwehr Probstei Nord nach. Im Innenangriff wurde das Feuer durch Trupps unter schwerem Atemschutz bekämpft, unterstützt durch die Drehleiter. Im Verlaufe des Einsatzes breitete sich das Feuer durch Schächte und Holzwände aus, sodass großflächig Wände und Decken geöffnet werden mussten. Nach einer guten Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Es lies sich bauartbedingt nicht verhindern, dass das Löschwasser auch in die Stockwerke darunter gelangte und Schaden anrichtete. Glücklicherweise befanden sich keine Personen mehr im Gebäude. 
Wir bedanken uns bei allen eingesetzten Kameraden für diesen vorbildlichen Einsatz.

Bei unserer Rückkehr nach Wendtorf um 16 Uhr war der Einsatz bereits abgearbeitet und keine Kräfte mehr vor Ort, weswegen wir nicht mehr eingebunden waren. Am Samstag fand außerdem die Hochzeit eines Kameraden statt. Wir wechselten die Einsatzschutzkleidung gegen unsere Ausgehuniform und standen Spalier vor der Kirche. Das Brautpaar Martin und Dörte musste sich den Weg ins Eheglück mit drei C-Schläuchen freikegeln. Anschließend führten wir die Autokolonne der Hochzeitsgesellschaft ins Hotel am Rathaus an, wo die Feier stattfand. Wir wünschen dem Ehepaar alles Gute für die gemeinsame Zukunft!

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